Polenta 2011

Polenta

Polenta, der Maisgriesbrei sozusagen, ist eine der vielen speziellen Speisen aus Tirol, der Schweiz, Östereich, Norditalien (auch in Rumänien, Moldawien und den Balkanländern bekannt).

In Kärnten und Steiermark nennt man ihn auch “Plentn” oder “Sterz”, in Südtirol ganz einfach “Plent”. Polenta ist übrigens mit Süßem und mit Deftigem kombinierbar.

Nach 1650 begann man Mais als granoturco (türkisches Korn) in der italienischen Küche zu verwenden. Auch als Essen für Menschen, die nicht sehr viel Geld hatten, war die Polenta lange Zeit beliebt. Ein klassischer Polentakessel ist aus Kupfer und eben ein Kessel, der in die Herdplatte versenkt wird. Dann gibt man Wasser in das Geschirr und wartet bis es kocht. Nach dem Salzen schüttet man, mit dem Schneebesen rührend, das Polentamehl langsam ein. Mit dem “Plentnrührer” rührt man immer wieder die gelbe Masse um, damit sie geschmeidig bleibt. Das ursprüngliche Mehl sollte bis zu einer Stunde und mehr gekocht werden. Heute wird der Maisgries meist so vorbereitet, dass er nach höchstens einer halben Stunde Garzeit schon verzehrt werden kann. Erkaltet und etwas härter geworden, kann Polenta auch gut gegrillt oder gebraten werden.

Der Schwarzplent oder (in Deutschland) der Heidensterz ist eine weitere Variante des Breis. In diesem Falle werden Buchweizen oder Kastanienmehl in das Wasser eingekocht. Polenta wird in Südtirol z.B. mancherorts noch bei der Ernte zu Mittag auf offener Feuerstelle im Weingut gekocht und dann auch mitsamt den gekochten Hauswürsten verzehrt.

Serviermöglichkeiten:
Mit Milch, mit Preiselbeermarmelade und Butter, mir Kraut und Würsten, mit Butter und Parmesan, mit Peperonata, mit Gulasch oder anderem Fleisch…

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