Kurtatsch / Margreid
Kurtatsch und Margreid liegen im Südtiroler Unterland und schmiegen sich an einen kleinen Berg, den Fennberg.
Meereshöhe: 333 bzw. 243 m ü.d.M.
Kurtatsch (im Bild) steht sozusagen auf dem Sonnenbalkon über dem Etschtal und erstreckt sich bis zum Grauner Joch. Das Dorfzentrum wird von alten Häusern und Ansitzen gebildet und zeugt von reichen Ahnen. Die Fraktionen Entiklar, Graun, Penon und Oberfennberg, oberhalb bzw. südlich des Dorfes, beherbergen zwei Drittel der Bevölkerung. Kulturliebhaber können sich auf schlossartigen Ansitz Turmhof in Entiklar aus dem 13. Jahrhundert freuen. Am Oberfennberg im Ort Fennhals wurden hingegen Kupferöfen aus der Bronzezeit entdeckt, die im Bozner Archäologiemuseum und im Zentrum von Kurtatsch ausgestellt sind. Auch Mammutbäume haben hier ihre Heimat gefunden.
Margreid ist direkt an den Dolomitstock des Fennbergs gebaut und hat so seinen ganz eigenen Charakter. Hier mischt sich die deutsche Gotik mit der Renaissance aus dem Süden, auch der barocke Stil ist in den Bauweisen vertreten. Die architektonische Eigenart des Dorfes macht von sich reden. In Margreid gedeiht übrigens die älteste Weinrebe Europas, die um 1601 gepflanzt wurde und seit damals Früchte trägt. Auch einige Persönlichkeiten wohnten in Margreid, unter anderem der Texter und Komponist des Südtiroler Heimatliedes “Wohl ist die Welt so groß und weit” Karl Felderer (1895-1989). Die Fraktion Unterfennberg (1.030 m ü.d.M.), früher der Sommerfrischort für die Kurtatscher, Margreider und Kurtiniger, ist heute als Ausflugsziel sehr beliebt.
Am Fennberg herrscht - bedingt durch den warmen Luftstrom, der vom Gardasee kommt - ein Klima, das es ermöglicht, in diesen Höhen Weinreben anzubauen. Europas höchstgelegenes Müller Thurgau-Weingut finden Sie hier. Und der daraus entstehende “Feldmarshall von Fenner” ist etwas für Feinschmecker. Und das 10 ha große Biotop rund um den Fennersee birgt 35 Orchideenarten, den Flusskrebs und andere bedrohte Tier-und Pflanzenarten.
